Robinien-Holz

Die Robinie im Winter

Die Robinie, fälschlicherweise oft Akazie genannt, ist die einzige Holzart nicht tropischer Herkunft der Resistenzklasse 1 bis 2 nach DIN 68 364 (= EN 350/2) und damit das witterungsbeständigste Holz Europas.

Das Holz der Robinie besitzt aufgrund seines charakteristischen Inhaltsstoffes Robimetia (Alkaloid), der ausgezeichneten Verkernung (>90 %) und des daraus resultierenden minimalen Splintholzanteils eine extrem hohe Widerstandsfähigkeit gegen fäuleverursachende, holzzerstörende Pilze und Insekten. Die natürliche Dauerhaftigkeit der Robinie bei der Verwendung im Außenbereich mit Erdberührung liegt daher bei bis zu 50 Jahren! Sie übertrifft damit deutlich die Esskastanie. Im Wasserbau liegen die Standzeiten des Robinienholzes sogar noch wesentlich höher. Selbst Eiche und Lärche, welche üblicherweise hier Ihre Verwendung finden, können in diesem Einsatzgebiet mit Robinie nicht konkurrieren.



Robinien-Wald

Eine umwelt- und bodenbelastende Imprägnierung oder eine Behandlung mit Holzschutzmitteln ist nicht notwendig. Es entstehen keinerlei Probleme bei der Entsorgung von Robinienholz. Keine andere Holzart, selbst nicht nach Hochdruck- imprägnierung, erreicht nur annähernd vergleichbare Standzeiten.

Darüber hinaus besitzt das Robinienholz hervorragende technische Eigenschaften. Es ist sehr hart, zugleich aber von sehr hoher Zähigkeit und Elastizität. Gepaart sind diese Merkmale mit ausgezeichneten Festigkeitswerten, die deutlich über denen des Eichenholzes liegen. Zu den weiteren wertvollen Vorzügen des Robinienholzes gehört, dass es trotz der hohen Rohdichte wenig schwindet und kaum arbeitet.